40plus – Bist du authentisch und stehst zu dir oder verbiegst du dich noch?

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Schön langsam hast du genug von Sprüchen wie „Du möchtest mehr vom Leben haben?“ Überall versprochene Ideale, die in der Realität des Alltag wie ein Stein im Wasser schnell untergehen? Der Selbstfindungszwang nimmt neurotische Ausmaße an und scheint nur jenen wirklich zu helfen, die selbst darüber schreiben?

Ja, wenn du so denkst und fühlst, dann kann ich dir gar nicht widersprechen. Die „Jagd“ nach dem Traumjob, der Traumfigur, dem Traumleben, in dem du endlich du selbst sein kannst, das lässt sich gut verkaufen. Es lebt sich auch ohne Traumjob, ohne Traumfigur und ohne dem Traumleben mehr oder weniger gut.
Die Frage ist:
Stehst du zu deiner Jobwahl? Stehst du zu deiner Figur? Stehst du zu deinem Leben? Stehst du zu dir? Bedeutet dieses Stehen, dass du einen festen Boden unter den Füßen hast, der dich nicht gleich umhaut, wenn es uneben wird?

  • Sagst du oft „Ja“, meinst aber in Wirklichkeit „Nein“?
  • Sagst du oft „schön“, meinst aber eigentlich „na ja“?
  • Sagst du oft „ok“, denkst dir aber „nicht schon wieder“?

Das ist gar nicht schlimm, weil du meinst es ja nur gut. Dein Gegenüber freut sich und du brichst dir dabei auch keine Zacke aus der Krone.
Doch stell dir vor, dein Partner, Freunde, deine Familie machen das auch so. Du kommst mit einer neuen Friseur nach hause und alle sagen zu dir „schön“ und meinen eigentlich „na ja, schon etwas kurz geraten der Schnitt“. Du freust dich, weil du dich schon länger mit dem Gedanken eines Kurzhaarschnittes gespielt hast und bist richtig happy, dass dein Mut mit einem anerkennenden Lächeln belohnt wird. Für den nächsten Friseurtermin bist du motiviert noch mutiger zu sein. Die noch kürzeren Haare entlocken deinem Umfeld ein „Wow“ mit großen Augen, was so viel bedeutet wie „Uff, wie können wir ihr jetzt noch sagen, dass uns die alte Friseur viel besser gefallen hat…?“

Könntest du mit einer ehrlichen Antwort gut umgehen? Traust du deinem Umfeld zu, dass sie mit deiner ehrlichen Antwort gut umgehen können?

Wie kannst dich verhalten, um authentisch zu sein?

Zu leben, ohne sich zu verbiegen, ist kein bequemer oder leichter Weg; zumindest scheint es anfangs so zu sein.

Wenn du authentisch bist und zu dir stehst, dann

  • nimmst du dich an, wie du bist und du gibst dich auch so,
  • hast du ein klares Bild von der Welt, in der du lebst,
  • stehst du zu deinen Ansichten, politisch, kulturell, usw.
  • äußerst du deine Meinung, sagst was du denkst, unabhängig, ob dein Umfeld genauso darüber denkt,
  • bleibst du konsequent, in dem für dich richtigen Verhalten und handelst nicht anders, weil der Wind plötzlich aus einer anderen Richtung kommt,
  • kennst du auch deine Schwächen, die du nicht verheimlichst.

Was brauchst du dazu, um authentisch zu sein und zu dir zu stehen? 

Es sind Eigenschaften, die nur im ersten Moment unbequem erscheinen, danach wirst du sie an dir lieben:

  • sei bereit, dich mit dir selbst auseinanderzusetzen und werde dir deiner Fähigkeiten, deines Wissens, deiner Gefühle, Glaubenssätze und deiner Werte bewusst,
  • sei ehrlich zu dir selbst und sei auch „echt“ anderen gegenüber,
  • sei für andere greifbar und traue dir auch zu „angreifbar“ zu sein,
  • nimm dich an, wie du bist, du bist ein echtes Original und keine Kopie,
  • sei mutig, mit dem Wissen auch schwach sein zu dürfen.

Das Schöne und das Gute an Menschen, die sich nicht (mehr) verbiegen ist: sie sind authentisch und fühlen sich „echt“ an. Man weiß, woran man bei ihnen ist. Wenn ich dir am Beginn des Artikels nicht widersprochen habe, dann auch deshalb, weil du sehr schnell erkennen wirst: Wer schreibt über Selbstfindung, weil er/sie sich selbst erst finden muss und wer schreibt über eine Entdeckungsreise ins eigene Ich, weil er/sie weiß, was es bedeutet und wie wertvoll diese Entdeckung für ihn/sie schon ist und für alle „Suchenden“ sein wird.

Wer zu sich steht, vermeidet innerlich zerrissen zu sein. Wer zu sich steht und sich nicht mehr verbiegt, ist auch unendlich dankbar dafür und ein zutiefst zufriedenes Leben zu führen wird möglich.

Wenn du zu dir stehst, dann bitte auch im beruflichen Alltag!

Berufliches und das Privatleben zu trennen macht durchaus Sinn. Gehörst du zu den Menschen, die sagen: „In der Arbeit bin ich ganz anders als privat?“ Geht das wirklich? Geht das ohne eine Maske aufzusetzen? Wieso möchte jemand beruflich ganz anders sein wie privat? Wozu? Um mehr Autorität zu bekommen? Für mich, auch als langjährige Führungskraft, ist Autorität zu erlangen nur möglich, wenn ich authentisch bin und bleibe. Eine Führungsperson „ernst“ nehmen, weil sie glaubt, sie „müsste“, weil sie dann „könnte“ – ganz ehrlich, da tue ich mir schwer.

Auch wenn ich Berufs- und Privatleben zum überwiegenden Teil streng trenne, so bin ich doch derselbe Mensch.
Ein Mensch, der unabhängig der beruflichen wie privaten „Rollen“, sich das Leben mit den oben genannten Eigenschaften nicht freiwillig schwerer sondern leichter macht.
Ein Mensch, der seine Werte kennt und weiß, dass er sie fast alle ausleben kann, beruflich wie privat.
Diese Erkenntnis war damals eine Entdeckung von unschätzbarem Wert. Diese Entdeckung hat viel mit meiner Zufriedenheit und Dankbarkeit zu tun und der Fähigkeit, mein Leben auch in einem 9to5Job zu genießen.

Möchtest du beruflich wie privat mehr Ehrlichkeit, Offenheit und Authentizität ins Miteinander bringen? Dann fange bei dir selbst an und fordere auch andere auf, sich offen zu äußern. Biete dir und deinem Umfeld den Rahmen dafür.

Wenn du das eine Zeit lang „geübt“ hast, wirst du vielleicht auch so weit gehen wollen und die „Blender“ in deinem beruflichen Alltag zu entlarven, das fällt einem dann nämlich nicht mehr schwer. Auch die sogenannten „Dampfplauderer“ werde sich in deiner Gegenwart nur mehr äußern wollen, wenn sie wirklich etwas zu sagen haben.

Was sind deine ersten Schritte, um dich nicht mehr weiter zu verbiegen?

Nimm dir eine Stunde Zeit und geh hinaus in die Natur. Irgendwohin wo du dich wohl fühlst und überlege dir:

  • Wie groß ist dein Bedürfnis zu dir stehen zu wollen, „echt“ sein zu wollen?
  • Was bedeutet für dich „Echt sein“?
  • In welchen Situationen kommst du deinem Bedürfnis und auch Anspruch nach Ehrlichkeit und Offenheit schon nach?
  • Was würde es für dich bedeuten, wenn du in deiner Partnerschaft, mit deinen Kindern, unter Freunden, im Beruf,.. auffordern würdest, gemeinsam offen zu den Ansichten und Gefühlen zu stehen?

Nach dieser Stunde nimm dir noch eine weitere Stunde und beantworte dir die folgenden Fragen schriftlich:

  • Was würde sich positiv verändern, wenn du ab sofort zu dir stehst und dich nicht mehr verbiegst?
  • Was bedeutet Ehrlichkeit für dich? Bist du so ehrlich, wie du es sein möchtest? In welchen Situationen bist du es schon und in welchen nicht? Was sind die Gründe?
  • Kannst du im beruflichen Alltag schon ausreichend zu dir stehen? Wenn noch nicht: Was brauchst du, damit du zu dir stehen kannst und du dich vor Kollegen und Vorgesetzten nicht verbiegen musst?
  • Kannst du im privaten Alltag schon aus ausreichend zu dir stehen? Wenn noch nicht: Was brauchst du, damit du zu dir stehen kannst und du dich innerhalb deiner Familie, unter Freunden nicht mehr verbiegen musst?
  • Was kannst du tun, damit sich dein Bedürfnis zu dir stehen zu können im beruflichen wie privaten Alltag mit deinem Verhalten stimmig anfühlt?

Wenn dein Bedürfnis „echt“ ist und du dich nicht weiter verbiegen möchtest, sondern es dir leicht fallen soll, authentisch zu sein und zu dir zu stehen, dann kann dich mein Ratgeber „40plus und los!“ dabei unterstützen. Er hilft dir schneller draufzukommen, was dich bis jetzt davon abgehalten hat, zu dir zu stehen. Das kostenlose E-Book „40plus und los!“ wird dir auch bewusst machen, welche Werte du privat wie beruflich bereits lebst. Dieses Bewusstsein wird auch dazu beitragen, zu dir zu stehen, egal wie uneben sich der Boden unter deinen Füßen anfühlt.

Am Weg in eine erfüllte, entspannte zweite Lebenshälfte darf der Weg zwischendurch auch uneben sein, das hilft dir dein Gleichgewicht zu halten. Die Balance in vielen Lebenslagen halten zu können wird dir leichter und leichter fallen, beruflich wie privat.

Das Leben alleine zu sich stehend genießen zu können, ist eine wunderbare Erfahrung. Zu zweit genussvolle Momente in einem offenen Miteinander täglich erleben zu dürfen, kann auch Glück bedeuten. Im täglichen Leben sind Glücksmomente jederzeit möglich. Wenn wir wissen, was uns glücklich macht – dann können wir auch entscheiden, wie oft wir für dieses Gefühl spüren wollen.

Ich wünsche dir ganz viel Lebensfreude UND: beginne dein Leben zu genießen.
Du bist mehr als einen Versuch wert!

Herzlichst

Blogunterschrift

Sabine Stollberger
40plusCoach & Genießerin aus Leidenschaft!

Danke, dass du den Artikel zu Ende gelesen hast. Das freut mich sehr!

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