40plus – Ein Brief ans Christkind und warum wir uns so viel wünschen dürfen!

Woman work on laptop computer. Blank display for mockup. Christmas tree with decorations, and gift beside.

Nach über 30 Jahren wieder einen Brief ans Christkind schreiben – ist das „verrückt“? Ja, ich glaube schon. Das macht mir nichts aus. Ich wünsche mir damit nämlich auch etwas für dich! Das macht es vielleicht nicht weniger verrückt, dafür macht es besonders viel Freude…

Liebes Christkind!

Nach über 30 Jahren schreibe ich dir heute wieder und ich hoffe, du liest auch einen Brief in Form eines Blogartikels einer 44jährigen Frau, die in der Mitte ihres Lebens immer wiedermal auch gerne Kind ist.

Als ich noch 24 Stunden am Tag Kind sein durfte, habe ich dir gerne einmal im Jahr geschrieben. Ich fand es so schön an meine Wünsche zu denken und sie dann auch niederzuschreiben. Ich habe aber nicht immer alle meine Wünsche niedergeschrieben. Und du weißt es vielleicht noch: trotzdem wurden mir auch diese Wünsche erfüllt!

Ich habe nicht so viel aufschreiben wollen, weil mein kleiner Bruder, immer weniger Geschenke unter dem Christbaum vorgefunden hat als ich. Es gar nicht aufzuschreiben, hat aber nicht geholfen. Du hast mir Wünsche erfüllt, die ich mich nicht getraut habe niederzuschreiben. Heute lass ich es dich endlich wissen: du hast mich damit ganz schön in Verlegenheit gebracht! Ich will nicht undankbar sein, aber ich hätte das Auspacken der Geschenke noch viel mehr genießen können. So aber, mit all den vielen erfüllten Wünschen, musste ich beim Auspacken gleich schnell sein, wie mein Bruder (damit er nicht mitbekommt, dass ich wieder mehr bekommen habe als er).

Heute, nach über 30 Jahren, glaube ich, dass du das absichtlich gemacht hast. Ja wirklich.
Heute, bin ich reif mein Leben zu genießen und ich weiß, dass du mir damit etwas zeigen wolltest: Ich darf mir ALLES wünschen.
Ich darf mir meine Wünsche nicht nur ausdenken, sondern sie sind es auch „wert“, erfüllt zu werden. Ich habe es nun verstanden!

Seit ich mich für den ersten Schritt in eine erfüllte zweite Lebenshälfte entschieden habe, habe ich auch entschieden meinen Wünschen nicht träumend nachzuhängen, sondern sie zu artikulieren, sie auszusprechen. Zuerst ziemlich leise, aber mit jedem Schritt wurden sie immer besser hörbar.

Manchen Menschen hat es nicht gefallen, was sie da plötzlich von mir hörten… doch es waren meine Wünsche, die ich mir erfüllen wollte. Ich habe tief in meinem Herzen gespürt, was du mir damals schon zeigen wolltest:

Ich bin es wert, mir meiner Wünsche bewusst zu werden.
Ich bin es wert, sie niederschreiben und aussprechen zu dürfen und
ich bin es wert, sie mir auch zu erfüllen.

Und weil das so ein wundervolles Gefühl ist, bin ich so richtig voll und ganz in eine erfüllte zweite Lebenshälfte gestolpert, glücklich gestolpert.

So ein Glücksgefühl macht richtig mutig. Manchmal auch mutig zum Übermut. So hat es sich zumindest anfangs angefühlt, als ich mir eingebildet habe, diesen Blog machen zu wollen (ohne viel Ahnung von Technik zu haben), weil sich im Wünsche erfüllen auch eine Vision entwickelt hat:

Wenn ich eine erfüllte zweite Lebenshälfte in einem 9to5 Job genuss- und lustvoll leben kann (und das sogar als Single), dann können es bestimmt auch andere Frauen und Männer, die sich wie ich auch darüber Gedanken machen, wie sie die nächsten 20 Jahre beruflich und die nächsten 40 Jahre privat verbringen möchten. Wenn es plötzlich ganz viele Frauen und Männer gäbe, die erfüllt und glücklich ihre zweite Lebenshälfte genuss- und lustvoll leben, wäre dann nicht auch einer deiner großen Wünsche in Erfüllung gegangen, liebes Christkind?

Ich weiß, du hast dieser Tage viel zu tun, und daher komme ich nun endlich zu meinen neuen Wünschen. Ich habe sooo viele neue Wünsche, dass ich heute wohl wirklich „nur“ die allerwichtigsten niederschreiben werde. Es sind auch jene 7 Wünsche, die meinen LeserInnen meines Blogs Mut und Zuversicht machen sollen, sich ihre Wünsche für ihre zweite Lebenshälfte auch zu erfüllen:

Mein erster Wunsch

Ich konnte die Tränen nicht mehr aufhalten, als ich mich endlich an der Bushaltestelle hinsetzen konnte. Ich hatte unmittelbar davor nach zwei Biopsien eine unschöne Diagnose erhalten, die mein Leben komplett verändert hätte. Ja, hätte, weil sie sich nach vier Wochen als Irrtum herausgestellt hat. In der Zwischenzeit habe ich nicht resigniert, sondern ich habe das gemacht, was ich am besten kann: mein Leben genießen und das ganz intensiv.

Ich wünsche mir, wenn ich jemals wieder so eine Diagnose bekomme, dann schenke mir wieder so viel Kraft, lass mich wieder auf mein Bauchgefühl und Herz hören und das Leben nicht „verdammen“, sondern so lange es geht wieder so intensiv genießen.

Ich wünsche mir, dass ich meine Anifer Dankbarkeitsrunden regelmäßig weiter gehe. Sie tun mir so gut und erden so ungemein. Und weißt du, was ich mir ganz „heimlich“ noch dazu wünsche? Ich würde so gerne mit anderen Frauen gemeinsam Dankbarkeitsrunden gehen. Wir Frauen bewegen so viel, warum nicht auch gemeinsam mal beim Gehen redend, lachend, schweigend vielleicht auch mal weinend dankbar sein?

Mein zweiter Wunsch

In diesem Jahr habe ich ein bisschen dazu beigetragen, dass meine Mama sich einen jahrzehntelangen Wunsch erfüllen konnte: sie hat endlich „ihre“ Stadt besucht – Hamburg. Es war unsere erste gemeinsame Reise, es waren unsere ersten gemeinsamen (über) 60.000 Schritte in 3 Tagen nach so vielen Jahren. Es war für uns beide eine so wundervolle Zeit, dass ich mir solche Stunden unbedingt wieder wünsche. Ich wünsche mir, dass wir noch zig Tausend gemeinsame Schritte gehen. Je älter wir werden, umso mehr können wir das Mutter-Tochter-Sein genießen.
Für manche ist so ein Wunsch gar nicht erwähnenswert, aber du weißt, in unserem „Fall“ ist es etwas ganz besonderes. Ich habe nie aufgegeben, mir diesen Wunsch zu erfüllen.

Mein dritter Wunsch

Ich habe in den letzten Monaten wieder so viele wundervolle Menschen kennengelernt, dass ich echt einen herausfordernden Wunsch habe: ich wünsche mir, dass ich diese neuen Freundschaften nicht vernachlässige und mir regelmäßig Zeit nehme, mich mit ihnen auszutauschen. Viele der neuen Freunde wissen auch schon, wie sehr ich meine Arbeit(en) liebe und dass es mir mit mir selbst nie langweilig wird.

Ich wünsche mir, dass ich ihnen nie das Gefühl gebe, sie wären nicht mehr interessant für mich, wenn ich mich ein paar Wochen mal nicht melde. Ich weiß, die meisten schätzen wie ich die Qualität unserer Gespräche. Ich wünsche mir, dass ich auf die Quantität nicht ganz „vergesse“.

Ich habe dazu noch einen „heimlichen“ Wunsch: ich wünsche mir weiterhin „mutig“ zu sein, zu Freundschaften auch Nein sagen zu können. Vor allem dann, wenn mir vorgeworfen wird, so zu sein, wie ich bin. Ich kann als gerader Mensch eine sehr gute Freundin sein, nicht aber im verbogenen Zustand.

Mein vierter Wunsch

An den vier Tagen in der Woche, an denen ich in meinem 9to5 Job arbeite, geht es mir oft wirklich sehr gut und ich wünsche mir, dass mir auch weiterhin so viel Vertrauen in meine Arbeit geschenkt wird, wie bisher. Ich wünsche mir, dass ich vor allem meinen MitarbeterInnen vorleben kann, was es bedeutet nicht „nur“ zu arbeiten, sondern zu berühren. An meiner Bürotüre hängen außen 3 Smileys mit den Worten „fokussiert, gelassen, humorvoll“. Ich wünsche mir, dass alle jene MitarbeiterInnen und KollegInnen, die mal den Fokus verloren haben, denen die Gelassenheit und der Humor abhanden gekommen ist, nach einem Gespräch mit mir zumindest mit einem der drei Smileys im Gesicht wieder rausgehen.
Ich wünsche mir, dass man an mir an ganz vielen Tagen im Jahr alle drei Smileys im Gesicht erkennt.

Mein fünfter Wunsch

Wünscht du dir nicht wieder eine Partnerschaft? Das werde ich immer wiedermal gefragt. Keine Sorge, diesen scheinbar schwierigen Wunsch musst du mir nicht erfüllen, liebes Christkind. Was ich mir wünsche ist, dass ich diese Möglichkeit weiterhin nicht ausschließe, sie „irgendwann“ auch ergreife und dass ich bis dahin mein Singleleben weiterhin genieße, ohne dabei schrullig zu werden. Ich habe nicht vergessen, wie wunderschön es ist gemeinsam mit einem Menschen, den man liebt, genussvolle Stunden zu verbringen, für jemanden da zu sein, wenn es dem anderen nicht gut geht und und und… Ich wünsche mir, dass ich so eine Zeit wieder erleben darf, aber ganz ehrlich: Jetzt bitte diesen Wunsch noch nicht erfüllen.

Mein sechster Wunsch

Ich wünsche mir, dass mein noch nicht mal 3 Monate junger Blog noch viel mehr Menschen erreicht. Nicht nur das – ich wünsche mir auch, dass die LeserInnen mir rück melden, was sie gut finden, womit sie sich weniger angesprochen fühlen oder was sie sich mehr von mir wünschen würden, damit sie auch bereit werden, ihren Weg in eine erfüllte zweite Lebenshälfte zu gehen. Ich wünsche mir, dass ich diese Menschen mit allen meinen Möglichkeiten gut unterstützen kann, ihr Leben auch genuss- und lustvoll zu leben, auch in einem 9to5 Job.

Und ich wünsche mir, dass meine manchmal unkonventionelle Art als ein „Wachrütteln“ verstanden wird, weil ich wirklich glaube, dass jede/jeder ein erfülltes glückliches Leben verdient hat. Ich wünsche mir, dass es ganz vielen Menschen leichter fällt, sich für eine erfüllte zweite Lebenshälfte zu entscheiden und sie zu spüren beginnen, dass sie es selbst in der Hand haben, welchen Weg sie gehen.

Mein siebenter Wunsch

Ich wünsche mir, dass ich mein Leben als Genussnomadin noch mehr auskosten kann, als bisher. Ich wünsche mir, dass ich beim Pendeln zwischen Salzburg und Linz immer wieder ganz viele umwerfende Momente wahrnehme, die die Natur durch Sonnenauf- und Sonnenuntergang uns allen schenkt. Ich wünsche mir, dass ich dieses und noch all die anderen Geschenke der Natur auch im Alltag erkenne und mir die Zeit zum Genießen gönne. Ich wünsche mir, dass durch meine Fotos und Postings auf Facebook und Instagram ganz viele Menschen sehen und erkennen: Genießen ist nicht nur am Wochenende oder im Urlaub möglich, sondern auch im Alltag.
Liebes Christkind, ich gehe davon aus, dass auch du „mit der Zeit gehst“. Das ist jetzt kein klassischer Brief, den ich ins Kuvert stecke kann. In den letzten 30 Jahren hat sich in der Kommunikation viel verändert und so brauche ich den Brief nicht ans Fensterbrett legen, sondern drücke gleich den Button „Veröffentlichen“ und schon fliegen dir diese Zeilen durch das World Wide Web zu. Eine für mich immer noch „lustige“ Vorstellung, obwohl ich mich ja noch gar nicht so alt fühle… Wenn diese Zeilen plötzlich am Bildschirm oder am Handy von Menschen sichtbar werden, die bereit sind für ihren ersten Schritt in eine erfüllte zweite Lebenshälfte, ja, das wäre dann noch der 8. Wunsch und für diesen Brief nun wirklich der letzte.

Das Leben alleine für sich genießen zu können, ist eine wunderbare Erfahrung. Zu zweit genussvolle Momente täglich erleben zu dürfen, kann auch Glück bedeuten. Im täglichen Leben sind Glücksmomente jederzeit möglich. Wenn wir wissen, was uns glücklich macht – dann können wir auch entscheiden, wie oft wir dieses Gefühl zulassen wollen.

Diesen Absatz schreibe ich für meine Leserinnen immer am Schluss eines Blogartikels. Ich wünsche ihnen dann auch noch ganz viel Lebensfreude und ermutige sie ihr Leben zu genießen, denn sie sind mehr als einen Versuch wert!

Erkennen, was uns ausmacht, wie wertvoll wir sind und unser Leben ist, dafür ist es nie zu spät. Daher ist das Wünschen und das Wünsche erfüllen auch jetzt mit 40plus besonders schön. Ich danke dir liebes Christkind, dass wir uns ALLES wünschen und erfüllen dürfen.

Herzlichst Deine

Blogunterschrift

Sabine Stollberger
40plusCoach & Genießerin aus Leidenschaft!

Danke, dass du den Artikel zu Ende gelesen hast. Das freut mich sehr!

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