Nie mehr einsam reisen…

Mein Weg zu einer glücklichen Alleinreisenden...

Erst im Alter von 43 Jahren bin ich das erste Mal in meinem Leben allein verreist.

Zu dieser Zeit war ich leidenschaftliche Taucherin, hatte über 500 Tauchgänge in den verschiedenen Meeren dieser Welt absolviert. In meinem plötzlichen Singledasein stand der erste Urlaub allein bevor. 

Ich entschied mich für eine Tauchsafari auf den Malediven, über Weihnachten und Neujahr. Das heißt, ich entschied mich für eine Art des Reisens, die mir vertraut war, wenn auch nicht als Alleinreisende. Der Anflug auf den Flughafen in Male war schrecklich. Er war tränenreich und ich sagte mir selbst: “Sabine, was war das nur für eine bescheuerte Idee, hierher zu fliegen.” Ein Ort, der mich an so Vieles in meinen zwei letzten Beziehungen erinnerte. Ich versteckte meine Augen, aus denen die Tränen wie aus einer nicht versiegenden Quelle flossen, hinter meiner großen Sonnenbrille… erst am Tauchschiff in der Kabine nahm ich sie ab.

Was ich dann in diesen 2 Wochen erlebte, war Überraschung pur für mich. Ich ging in meinem eigenen See der Tränen nicht unter, sondern hielt tapfer den Kopf über Wasser. Und das war gar nicht so schwer. Ich war nicht die einzige Single-Taucherin an Board. Wir waren 5 Single-Frauen aus unterschiedlichen Ländern Europas. Ich habe das erste Mal in meinem Leben erlebt, wie Single-Frauen gemeinsam Spaß haben können. So, als wäre es das Normalste auf der Welt. Eine komplett neue Erfahrung für mich, gegen die ich mich nicht wehrte. Im Gegenteil. Nach ein paar Tagen, während die meisten am Abend schon schliefen, begann ich mich mit mir selbst zu beschäftigen und nutzte dafür einen Online-Kurs, in dem es darum ging, sich selbst besser kennenzulernen…

Mit diesen ersten Zeilen möchte ich Sie einladen, sich auf diese 3 Fragen einzulassen:

  • Welche Art des Reisens ist Ihnen vertraut?
  • Welche Aktivitäten bereiten Ihnen Freude?
  • Welches Umfeld wirkt entspannend auf Sie, in dem Sie sich auf Neues einlassen können, im Außen wie im Innen?

Bis zu meiner nächsten Reise allein vergingen 12 Monate. Ich machte in diesen 12 Monaten eine Ausbildung zum NLP und Hypnose Coach. Ich wollte mein Leben verändern und wusste, dass ich Methoden dazu brauchte, um nicht nur mein Leben positiv zu verändern, sondern auch um andere Menschen dabei zu unterstützen, ihr Leben so zu leben, dass sie zufriedener, selbstbewusster, gesünder und mit sich selbst und ihrem Leben glücklicher sein können. Wie sehr uns unsere eigene Sprache dabei unterstützen kann, fasziniert mich auch heute immer noch. Ich wählte daher das Neurolinguistische Programmieren als Coachingmethode.

Am Ende hatte ich nicht nur viele Techniken gelernt, sondern sie selbst auch an mir angewendet und mich dadurch befähigt, mich selbst viel besser kennenzulernen. Ich war bereit, mein Leben neu zu gestalten.

Für meinen ersten Hotelurlaub als Alleinreisende über Weihnachten und Neujahr wählte ich als Urlaubsland Ägypten aus und „El Gouna“ als Ort am Roten Meer. Ein Ort, an dem ich einige Jahre davor schon einmal war, jedoch nicht allein. Ich fand das selbst durchaus mutig, aber ich wusste, ich bin mental und persönlich reifer geworden, und traute mir Weihnachten und Neujahr auf einem anderen Kontinent allein in einem Hotel zu verbringen zu.

Wieder wählte ich eine Art des Reisens aus, die mir vertraut war, wenn auch nicht allein. Wieder wählte ich eine Aktivität aus, die mir Freude bereitete und wieder wählte ich für mich mit dem gebuchten Hotel ein Umfeld aus (habe es auf Google-Earth genau „gecheckt“), das mir entsprach und mir ein gutes Gefühl geben sollte und auch tat.

Ich gab mir selbst Zeit, meinen Rhythmus im Urlaub zu finden und ihn genussvoll ausleben zu können. Ich stand morgens sehr früh auf, genoss die so bezaubernden Sonnenaufgänge über dem Roten Meer und spazierte stundenlang durch diese schöne Lagunenstadt – der wohl sicherste Ort in ganz Ägypten, der den Beinamen trägt: El Gouna – The state of mind.

Ich fotografierte alles Schöne um mich herum. Und Sie können mir glauben, das war sehr viel. Durch das Fotografieren und in meinem Rhythmus lebend wurde meine Wahrnehmung viel bewusster. Intensiv nahm ich so viel wahr: die  bezaubernde kleine Altstadt, das Farbenspiel der Häuser in der Marina, den Duft des Meeres, die klare Luft des Winters zwischen Wüste und Meer, den Geschmack der arabischen Speisen, die Stimmen der Menschen in den Restaurants und dieses so präsente Gefühl der Freiheit, die die Kitesurfer mit ihrer Energie auf mich zu übertragen schienen. Ich beobachtete nicht nur das Außen sehr intensiv, ich beobachtete auch sehr genau, was das tief in mir auslöste…

Im Restaurant sprach man mich an, weil ich angeblich „anders“ wäre, als andere Gäste. Man meinte damit, dass ich als Alleinreisende Frau nicht flirtete, weder mit den Angestellten noch mit anderen Gästen. Ich antwortete mit: “I am already happy.”

Ich war mit mir und all den neuen Eindrücken sehr beschäftigt, so dass ich kaum darauf achtete, dass ich oft beim Essen, alleine an einem Tisch sitzend, beobachtet wurde. Eines Tages kam der Hotelmanager auf mich zu und bat mich bei einer Übersetzung um Hilfe. Als Dank lud er mich auf einen Drink und eine Shisha außerhalb des Hotels ein… Es war ein sehr anregendes Gespräch, auch wenn mich Vieles schockierte. Aber das half mir später dabei, mit Herz & Verstand Österreich zu verlassen und als Frau alleine in Ägypten gut leben zu können. Auch mit anderen Menschen kam ich mit einer Leichtigkeit in Kontakt, die ich so nicht kannte. Ich genoss diese neuen Erfahrungen, die ich auch mit mir selbst machte.

Die Chancen im Allein-Unterwegssein sind vielfältig. Was auch für Sie möglich sein kann, ist:

  • – Ihren eigenen Rhythmus entdecken, ihn anzunehmen, auszuleben und spüren, wie gut er Ihnen tut.
  • – Dieses Guttun entspannt, macht locker und bereit, das Außen viel intensiver wahrzunehmen und bewusst zu spüren, was das im Innen auslöst, welche Kräfte hier wundervoll ins Wirken kommen.
  • – Dieses damit verbundene „echte“ Einlassen auf Land und Leute umhüllt Sie mit einer Energie, die anziehend wirkt und Menschen „automatisch“ auf Sie zugehen lässt, wenn Sie das möchten.

Ja, mein „State of mind“ hatte sich auch auf dieser zweiten Reise als Alleinreisende weiter verändert. Ich hatte so viel Vertrauen in mich selbst bekommen, wusste genau, was mir guttut und was nicht und fühlte den Unterschied, in dem ich auch tat, was mir guttut und mehr und mehr bereit wurde loszulassen, was mir nicht guttut.

Fast drei Jahre lebte und arbeitete ich als Frau alleine in Ägypten, in Hurghada am Roten Meer. Ich arbeite als Grundschullehrerin an der Deutschen Schule, danach am Goethe Institut, schrieb 2 Bücher (es ist nur mehr eines lieferbar) und sprach in Deutschland als Vortragende über das Thema „Losloassen“. Der Strand am Roten Meer war oft der Seminarraum für meine Teilnehmerinnen.

Es war eine Zeit, die ich nicht missen möchte. Es war auch eine Zeit voller „Learnings“.  Ich bin alleine durch Ägypten gereist und traf beim ersten Mal auch entsprechende „Sicherheitsmaßnahmen“, wie z.B. eine Kopie meines Reisepasses einer Freundin zu übermitteln, die ich vor der Abreise mit dem Nachtbus nach Assuan entsprechend auch mit der Telefonnummer eines mir bekannten Anwaltes, und immer auch mit einem Lebenszeichen von mir, sobald ich aus dem „Funkloch“ zwischen den Bergen raus war, versorgte.

Als Alleinreisende erlebte ich dort die unglaublich tollsten Momente. In keinem anderen Land habe ich so viel Hilfsbereitschaft erlebt, wie in Ägypten. Auch von Menschen, die mich gar nicht oder kaum kannten.

Das bewusste Wahrnehmen war ich in der Zwischenzeit ja trainiert und es half mir auch, verschiedenste Situationen besser einschätzen zu können. Auf das Bauchgefühl zu hören, es nicht zu übergehen, ist unglaublich hilfreich – in vertrauter Umgebung genauso wie auf einem anderen Kontinent, in einer ganz anderen Kultur. Und ja, es ist mir auch passiert, dass ich diesem Gefühl, das ein oder andere Mal zu wenig Beachtung schenkte… Das hatte Folgen und auch daraus lernte ich. Im März 2020 flog ich nach Österreich zurück. Ich dachte, die Pandemie wäre schnell wieder vorbei… es kam anders und ich blieb in Österreich.

Meine Zeilen über Ägypten soll Ihnen einfach nur zeigen, was alles möglich ist, auch das scheinbar noch Unmögliche. Ich meine damit nicht das Auswandern, sondern generell, was wir uns selbst für uns solange nicht vorstellen können, bis wir es dann doch tun. Zuerst im See der Tränen selbst nicht untergehen und dann im Meer des Glücks schwimmend. Mein Selbstwert, meine Selbstliebe, mein Selbstvertrauen und mein Selbstbewusstsein waren das Salz, das mich im Meer der guten Gefühle “schweben” ließ. 

Ein Satz, den ich damals auf den Malediven in der Nacht gelesen habe, während alle andere schon schliefen, hat für mich zutiefst berührt und dazu beigetragen, die Frau sein zu können, die ich heute bin.

Vielleicht berührt auch Sie dieser Satz: 

“Vielleicht ist das, wovor ich am meisten Angst haben das, was ich am besten kann.”

Wenn das so ist, was wäre für Sie alles noch möglich? Eine Auszeit alleine an einem Ort, der Ihnen guttut? Ja, und vielleicht auch noch viel mehr…

Heute lebe ich wieder glücklich in Salzburg, etwas südlich der Stadt, in der kleinen Gemeinde Anif. Ich liebe es von hier aus alleine auf Reisen zu gehen, genauso wie die Arbeit mit Menschen im kulturellen Kontext, als auch als Trainerin am BFI oder als Autorin meines dritten Buches (über Venedig – eine großartige Stadt für Alleinreisende Frauen), an dem ich gerade schreibe.

Nach jeder Reise komme ich etwas verändert zurück und habe wieder Neues an mir entdeckt. Ich liebe diese Entdeckungsreise ins eigene Ich

Frauen dabei zu unterstützen, die wundervolle Erfahrung des Alleinreisens als eine große Bereicherung Ihres Seins erleben zu können, ist der Auftrag meines Herzens.  

Um alleine glücklich Reisen zu können, braucht es keine teure Coaching-Ausbildung. Es braucht “nur” die Entscheidung, sich selbst etwas Gutes tun und das Abenteuer “Ich” in seinen unterschiedlichen Facetten abseits eines Seminarraums entdecken zu wollen.  

Wenn ich Sie dabei ein Stück des Weges begleiten darf, schreiben Sie mir – ich lade Sie gern zu einem kostenlosen Erstgespräch ein.

Herzlichst Ihr

Sabine Stollberger

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